Die zentrale Kommunikation

Die zentrale Kommunikation basiert darauf, dass man an bestimmten Körperreaktionen beobachten kann, inwieweit Wort und innere Motivation übereinstimmen.

 

Manche Menschen können sie sofort anwenden, andere brauchen erst ein wenig Übung.

 

Wichtig ist vor allem, den tieferen Sinn dahinter zu erkennen: Es geht darum den einzelnen Mensch wahrzunehmen, in seinem individuellen Potenzial.

 

Mit der Methode können Sie den Zugang zum tieferen Wesen eines Menschen bekommen. Nicht nur zu seinem äußeren Selbst bzw. zu seiner Außendarstellung.

 

Warum zentrale Kommunikation?

Im Bestseller „One minute millionaire … von Mark Viktor Hansen und Robert Allen wird eindrucksvoll geschildert, dass man zum Millionär sein im Grunde eine Minute braucht. Die Entscheidung und das richtige Gleis. Wenn man auf dem richtigen Gleis ist, was ca. 15 % ausmacht, dann kommt der Rest (ca. 85 %) (fast) automatisch.

Entscheidend ist, dass das Gleis stimmt (und tun muss man es natürlich auch).

Welches Gleis ist aber nun das richtige und erfolgsversprechendste?

Sie werden staunen, aber es ist regelmäßig das, was Sie besonders tief berührt und Ihre Leidenschaft weckt: Etwas, was Ihnen genau entspricht.

Getreu der Grundregel, dass man in den Bereichen, die einem am meisten entsprechen, am ehesten zum Erfolg kommt.

 

Die zentrale Kommunikation bietet eine erstklassige Möglichkeit zu überprüfen, ob man sich auf dem richtigen Gleis befindet. Erstklassig, weil sie einfach und direkt ist.

Erstklassig aber auch, weil sie so ehrlich ist: In dem Moment, in dem jemand an seine Leidenschaft bzw. an das denkt, was tief in seinem Wesen verankert ist, kommt ein Strahlen in seine Augen. Dieses Strahlen zurückzuhalten ist fast nicht möglich.

 

Die zentrale Kommunikation kann aber nicht nur helfen, das richtige Gleis zu finden, sondern ist auch eine sehr hilfreiche Ergänzung in der Alltagskommunikation. Mit ihr werden Sie Ihr Gegenüber “tiefer“ erfassen können und ihm viel besser im Service sein können.

 

Ganz gleich ob Kunde, Geschäftspartner oder Mitarbeiter, – mit der zentralen Kommunikation können Sie Beziehungen auf ein (noch) höheres Niveau bringen: Denn viele Menschen sagen das eine. Und meinen das andere. Oder haben ihre Leidenschaft woanders, als sie aussagen. Den meisten Menschen ist dieser Widerspruch noch nicht einmal bewusst. Aber wie Sie reagieren, ob Sie sich auf seine Worte beziehen oder auf sein Licht. Das macht den großen Unterschied. Und entscheidet, ob Sie mit Ihrer Reaktion die Beziehung beliebiger machen oder gar gefährden (wenn Sie auf die Worte hören, obwohl die Augen was anderes sagen) oder ob Sie die Beziehung stärken (indem Sie sich auf sein Licht beziehen).

 

Wenn Menschen zu einem Verkäufer sagen, dass ihnen der Preis zu hoch ist und sie deswegen nicht kaufen werden, dann hat es oft diesen Hintergrund: Sie wollen kaufen, aber es fehlt ihnen möglicherweise noch etwas an Aufmerksamkeit oder Information, damit sie es tun können bzw. wirklich gewonnen sind.

Mit der zentralen Kommunikation können Sie dies in ihren Augen sehen.

 

So jemanden aufgrund seiner Worte nicht weiter zu bedienen, ihn in seinem eigentlichen Wunsch stehen zu lassen, ist regelmäßig fatal. Denn er wollte das Produkt/die Leistung erwerben.

Das Ergebnis: Der Kunde wendet sich unzufrieden ab.

 

Genauso wenn Sie sich mit einem “Nein” des Gegenübers abfinden, während die Augen “Ja” sagen. Der berühmte Ausspruch “Nein, ist doch nicht nötig” ist in den Augen in Wirklichkeit meistens ein “Ja, vielen Dank für die Frage und das Angebot, bitte mach!”. Hier dem “Nein” zu folgen, würde die Beziehung schwächen. Den Augen zu folgen hingegen verstärkt eine Beziehung. Die zentrale Kommunikation baut Vertrauen. Sie ist eine Anerkennung der gesamten Persönlichkeit und nicht nur des sprechenden Egos.

Somit ist die Anwendung der zentralen Kommunikation auch im geschäftlichen Bereich sehr hilfreich.

Aber auch im privaten Bereich können Sie mit Hilfe der Methode sehen, was Ihre Lieben um Sie herum wirklich wollen und brauchen.

 

 

Was ist die zentrale Kommunikaton?

Bei der zentralen Kommunikation wird aufgrund von Körperreaktionen leicht und eindrucksvoll sichtbar, wo bei Menschen eine innere Berührung mit dem Thema ist. Unter Berührung verstehen wir dabei, das Feuer, die Leidenschaft, die Sehnsucht …

Dabei kann diese Reaktion auftreten, weil Sie mit dem Menschen ein Thema angeschnitten haben, was sein Innerstes berührt. Es kann aber auch bei einem vorübergehenden Wunsch eine starke Reaktion auftreten. Wenn jemand seit Monaten auch die Wochenenden durchgearbeitet hat und nun mit begeisterten Augen davon spricht, einfach mal für eine Weile die Füße hoch zu legen und zu faulenzen, so wird diese Person sicherlich von ihrem Wesenskern her kein Faulenzer sein. Es ist einfach nur gerade ein dringendes Bedürfnis endlich mal zur Ruhe zu kommen.

 

Zurück zu den Körperreaktionen: Schauen Sie sich zum Beispiel eine Mutter an, die ihren Säugling betrachtet, Verliebte, die sich in die Augen schauen oder einen Kunstsammler, der den lang verschollenen van Gogh entdeckt …

Sie strahlen mit dem, was sie sehen. Am stärksten wird es an den Augen deutlich: Sie leuchten. Die Augen gehen auf, sind groß und wach. Wie die eines begeisterten Kindes. Das ganze Gesicht verjüngt sich. Es ist glatter,  rosiger und lebendig. Meist zieht auch der ganze Körper nach. Hat der Mensch gegenüber vielleicht vorher in sich zusammen gesunken auf dem Stuhl gesessen, so richtet er sich nun auf einmal auf. Der Oberkörper geht nach vorne. Die herabgesunkenen Schultern kommen hoch. Wenn er nun spricht, ist die Stimme lebendig.

Dabei muss er noch nicht einmal das sehen, was ihn inspiriert. Es reicht das darüber Reden, ja sogar das Denken daran, um die Reaktionen auszulösen.

Fangen Sie an Menschen diesbezüglich zu beobachten. Sie werden staunen, wie viel Neues Sie auf einmal in bekannten Gesichtern sehen.

 


Beispiele für die Anwendung im Coaching und Training

Um es anschaulicher zu machen, hier ein paar Beispiele für die Anwendung der zentralen Kommunikation:

 

Eine Unternehmerin erklärt, dass sie nicht telefonieren will. Sie selbst glaubt das fest und nachdrücklich.

Sie als Trainer erkennen aber, dass sie jedes Mal beim Wort “Telefonieren” mit ihren Augen aufleuchtet. Dort liegt also Potential brach. Also bleiben Sie am Ball und ermuntern die Kundin spielerisch, doch mal dies oder das in Angriff zu nehmen. Bloß keinen Druck! Erstaunliches Ergebnis: Beim nächsten Treffen erzählt sie, wie sie einigen Leuten hinterher telefoniert und es ihr sogar Spaß gemacht hatte.

 

Ein Kunde hat ein moralisches Ding mit Geld. „Nein, nicht so wichtig. Ich will nicht viel Geld. Nur soviel ich brauche.“ Er strahlt aber extrem bei dem Ausspruch „viel Geld“. Folgen Sie nun seinen Worten und erarbeiten mit ihm zusammen eine Erwerbs-Konzeption, die gerade mal das Nötigste abdeckt, dann wird er aggressiv und keiner weiß, warum (vor allem er selbst nicht). Er braucht (unbewusst) etwas, was viel Geld bringt. Werfen Sie lukrative Projekte in den (seinen) Raum!

Ihn in seiner “Bescheidenheit” zu bestärken wäre absolut kontraproduktiv.  Sie würden das Vertrauen des Kunden schnell verlieren und er könnte ihnen noch nicht mal richtig sagen warum.

 

Eine Frau sieht ihre Aufgabe darin, ihren Mann aus dem Hintergrund bei seinen Geschäften zu unterstützen. Bei „Hintergrund“ verdunkelt sich ihr Gesicht, wenn Sie von „der Arbeit draußen“ redet, geht ihr Licht an. Wenn Sie mit dieser Teilnehmerin weiter den Kurs der Frau im Hintergrund fahren, wird sie unbewusst destruktive Tendenzen entwickeln, weil sie nicht am richtigen Platz ist. Verwenden Sie Ihr Wissen, um die Kundin (auch) nach draußen zu schicken. Nur so kann sie ihr Potential entfalten.

 

Oliver P. und Andreas L. haben ein gemeinsames Unternehmen und arbeiten auch zusammen an einem IT-Projekt bei einem Kunden vor Ort. Bei einer Besprechung mit dem Kunden bittet dieser überraschend die beiden, die IT des Unternehmens am Wochenende unplanmäßig mit einer Person zu verstärken.

Oliver P. sagt aus Verpflichtung und Loyalität zum Kunden sofort zu, erst recht, da der Kunde sehr wichtig ist und auch weil ein weiteres hoch lukratives Projekt in der Pipeline liegt.

Andreas L. hat in einer Fortbildung die zentrale Kommunikation gelernt und deswegen beobachtet, dass Oliver P. bei seiner Zusage gleichzeitig auch die Lichter ausgegangen sind.

Andreas L. denkt auch, dass er den Hintergrund kennt: Oliver P. hatte die ganze Woche schon begeistert erzählt, dass er am Wochenende seine neue Flamme mit einem gemeinsamen Kurztrip in ein Wellness-Hotel überraschen will.

Zwar hat Andreas L. selber auch schon was vor gehabt am Wochenende, aber das wäre nichts im Vergleich gewesen zur Bedeutung, die das Wochenende für Oliver P. eigentlich hatte.

Andreas L. schlägt Oliver P. aus diesem Grund nach der Besprechung vor, dass er selbst den Wochenenddienst übernimmt.

 

Eine Sekretärin würde Mittwoch abends gerne früher Feierabend machen, damit sie noch rechtzeitig zum Yoga kommt. Ihre Chefin weiß davon nichts, kennt aber die zentrale Kommunikation. Ihr fällt auf, dass bei der sonst so strahlenden Sekretärin immer dann die “Lichter ausgehen”, wenn sie mittwochs nachmittags noch einen wichtigen Schriftsatz bringt, der am selben Tag noch fertig werden muss.

Etwas, was sie sich an anderen Wochentagen auch noch um 17 Uhr erlauben darf. Weil es ihr auffällt, kann sie es ansprechen und erfährt von der Yoga-Stunde.

Die Chefin kann nun so planen, dass ihre Schriftstücke mittwochs so rechtzeitig bei der Sekretärin sind, dass diese frühzeitig fertig ist und gehen kann.

 

Dies sind nur ein paar Beispiele und man kann durchaus an seine Grenzen stoßen. Eine vollschlanke Mittfünfzigerin, die Licht mit „Primaballerina“ hat, wird wenig Erfolg bei der Bewerbung im Staatstheater haben.

Aber auch hier gibt es Möglichkeiten, die Dame zu unterstützen. Nur bei solch besonderen Situation greifen Sie besser auf einen ausgebildeten zentrale-Kommunikation-Coach zurück.

 

Eine Bemerkung zum Schluss: Wie in den Beispielen bereits angeklungen ist, verwenden Sie die zentrale Kommunikation bitte sanft.

Unterstützen Sie Leute in ihrem Licht, streiten Sie jedoch nicht mit jemand über dessen strahlende Augen. Oder sagen gar zu ihm: Du lügst, denn Deine Augen leuchten.

Menschen haben oft viel Angst vor ihrem eigenen Licht. Erst recht, da es bei den meisten aus dem Unbewussten kommt. Und es auch nicht immer mit der eigenen Moral zu vereinbaren erscheint.

Umso wichtiger ist es noch behutsamer mit diesen Menschen umzugehen.

Wenn in so einem Falle das Gegenüber sich erst mit seinem “Leuchten” anfreunden muss, können Sie ihm helfen. Zum Beispiel, in dem Sie dezent mögliche Hindernisse aus dem Weg räumen.

 

 

“Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind. Unsere tiefgreifendste Angst ist, über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein.

Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, die uns am meisten Angst macht. Wir fragen uns, wer bin ich, mich brillant, großartig, talentiert, phantastisch zu nennen?

Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen? Du bist ein Kind Gottes. Dich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt. Es ist nichts Erleuchtetes daran, sich so klein zu machen, dass andere um Dich herum sich nicht unsicher fühlen.

Wir sind alle bestimmt, zu leuchten wie es Kinder tun. Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist, zu manifestieren.

Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem einzelnen.

Und wenn wir unser eigenes Licht erscheinen lassen, geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun. Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere.”

Nelson Mandela, 1994 bei der Rede zu seinem Amtsantritt.

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